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Wie macht man ein Storyboard? Anleitung 2026

Aug 07, 2026

Wie macht man ein Storyboard, wenn man weder zeichnen kann noch je eines gebaut hat? Kürzer, als du denkst. Ein Storyboard ist nur deine Geschichte in Einzelbildern – ein Comicstreifen, der zeigt, was die Kamera in jeder Szene sieht. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt vom leeren Blatt zum fertigen Board, erklärt den Aufbau und zeigt, wie du auch ohne Zeichentalent verständliche Frames bekommst.

Was ein Storyboard ist – und warum es sich lohnt

Ein Storyboard ist die gezeichnete Version deines Drehbuchs. Es besteht aus mehreren Kästchen (Frames), in denen grobe Skizzen zeigen, wer im Bild ist, wie die Kamera steht und was passiert. Darunter stehen kurze Notizen zu Handlung, Ton und Kamerabewegung.

Der Sinn: Du siehst deinen Film, bevor du ihn drehst. Fehler in Bildfolge, Timing oder Bildausschnitt fallen auf dem Papier auf – nicht erst beim Schnitt. Das spart Zeit, Nerven und bei echten Produktionen jede Menge Geld. Wenn du die Grundlagen noch brauchst, lies zuerst was ein Storyboard ist.

Wie macht man ein Storyboard? Die 6 Schritte

Diese Schritt-für-Schritt-Reihenfolge funktioniert für jedes Projekt – vom TikTok-Clip bis zum Kurzfilm.

  • Skript und Idee zuerst. Bevor du zeichnest, steht die Geschichte fest: Anfang, Wendepunkt, Ende. Ohne Skript zeichnest du ins Blaue.
  • In Szenen zerlegen. Teile die Handlung in einzelne Einstellungen. Jede Einstellung – jeder Schnitt – wird später ein eigener Frame.
  • Kästchen ziehen. Zeichne pro Seite 3 bis 6 gleich große Rechtecke im Format deines Videos (16:9 quer, 9:16 hochkant). Lass unter jedem Kästchen Platz für Notizen.
  • Grob skizzieren. Skizziere in jedes Feld, was die Kamera sieht: Figuren als Strichmännchen, wichtige Objekte, den Bildausschnitt. Es geht um Klarheit, nicht um Kunst.
  • Beschriften. Notiere unter jedem Frame Szenennummer, Handlung, gesprochenen Text und Kamerabewegung (etwa "Schwenk nach rechts" oder "Zoom auf Gesicht").
  • Prüfen und überarbeiten. Geh das Board von vorne durch wie einen Film. Stimmen Reihenfolge und Tempo? Fehlt eine Einstellung? Korrigiere, bevor du drehst.

Eine fertige Struktur zum Ausdrucken findest du in unserer kostenlosen Storyboard-Vorlage – so musst du die Kästchen nicht selbst ziehen.

Aufbau eines Storyboards: Was in jedes Bildfeld gehört

Damit dein Board für andere (und für dich in zwei Wochen) lesbar bleibt, gehört zu jedem Frame ein fester Satz an Informationen:

  • Das Bild – die Skizze der Einstellung mit dem richtigen Bildausschnitt.
  • Szenen- und Frame-Nummer – damit die Reihenfolge eindeutig ist.
  • Einstellungsgröße – Totale, Halbnah oder Nahaufnahme. Die Einstellungsgröße bestimmt, wie nah das Publikum an der Szene ist.
  • Aktion – was in dieser Einstellung passiert, in einem Satz.
  • Ton – Dialog, Voiceover, Musik oder Geräusch.
  • Kamera – statisch, Schwenk, Fahrt oder Zoom. Pfeile im Bild helfen, Bewegung zu zeigen.

Halte die Felder einheitlich. Ein Board, in dem jeder Frame gleich aufgebaut ist, liest sich flüssig wie eine Bildergeschichte. Mehr zum System dahinter steht in unserem Guide zur Storyboard-Methode.

Storyboard zeichnen für Anfänger: ohne Zeichentalent

Die gute Nachricht vorweg: Du musst nicht zeichnen können. Ein Storyboard soll Szenen klar machen, nicht in der Galerie hängen. Diese Tricks reichen für Anfänger völlig aus:

  • Strichmännchen genügen. Ein Kreis als Kopf, ein paar Striche als Körper – mehr braucht keine Figur, um Position und Blickrichtung zu zeigen.
  • Symbole statt Details. Ein Rechteck ist ein Fenster, ein Dreieck ein Berg. Vereinfache konsequent.
  • Pfeile für Bewegung. Ein Pfeil zeigt, wohin eine Figur läuft oder die Kamera fährt – das erklärt mehr als eine perfekte Zeichnung.
  • Fotos einkleben. Location-Fotos oder Screenshots ersetzen problemlos gezeichnete Hintergründe.

Denk in Bildausschnitten, nicht in Kunstwerken. Die Grundlagen der Bildsprache – Achsensprung, Kadrierung, Filmschnitt – sind wichtiger als saubere Linien. Wer beim Schulprojekt festhängt, findet konkrete Beispiele in unserer Anleitung zum Storyboard für die Schule.

Wie macht man ein Storyboard mit KI?

Skizzieren ist die klassische Methode – aber nicht die einzige. Mit KI beschreibst du eine Szene, und das Bild entsteht von selbst. Das ist praktisch, wenn du schnell prüfen willst, wie eine Einstellung wirkt, oder wenn Strichmännchen deiner Idee nicht gerecht werden.

Genau dafür ist Scriptly gebaut. Du chattest mit einem KI-Regisseur, legst Figuren, Requisiten und Locations aus Fotos oder Beschreibungen an – über alle Szenen hinweg konsistent – und planst dein Storyboard Szene für Szene. Aus jedem Frame lässt sich anschließend ein kurzer Videoclip erzeugen, mit auswählbaren Takes. So wird aus dem Board direkt der Film, komplett im Browser und ohne Schnittprogramm.

Wichtig: Die KI ersetzt nicht dein Denken über Aufbau und Reihenfolge – sie beschleunigt nur das Sichtbarmachen. Wenn du das ausprobieren willst, ohne gleich zu bezahlen, hilft der Guide Storyboard mit KI kostenlos erstellen beim Einstieg.

Häufige Fehler beim Storyboard vermeiden

Drei Stolpersteine tauchen bei Anfängern immer wieder auf:

  • Zu viele Details pro Frame. Ein Frame ist eine Einstellung, kein ganzer Handlungsbogen. Bei einem Schnitt beginnt ein neues Kästchen.
  • Kein Skript. Wer ohne festgelegte Geschichte zeichnet, baut das Board mehrfach um. Erst schreiben, dann visualisieren.
  • Notizen vergessen. Ein Bild ohne Kamera- und Tonhinweise ist beim Dreh nur die halbe Miete. Beschrifte jeden Frame.

Vermeide diese drei, und dein Board trägt dich sauber durch die Produktion. Jetzt bist du dran: Öffne Scriptly, beschreibe deine erste Szene und lass dein Storyboard entstehen – ganz gleich, ob du je einen Stift in der Hand hattest.

FAQ

Wie macht man ein Storyboard Schritt für Schritt?

Schreibe zuerst das Skript, zerlege die Handlung in einzelne Einstellungen, ziehe 3 bis 6 Kästchen pro Seite, skizziere grob, was die Kamera sieht, beschrifte jeden Frame mit Handlung, Ton und Kamera und prüfe zum Schluss die Reihenfolge.

Muss man für ein Storyboard zeichnen können?

Nein. Strichmännchen, einfache Symbole, Pfeile für Bewegung oder eingeklebte Fotos reichen völlig. Es geht um Verständlichkeit, nicht um künstlerische Qualität.

Wie ist ein Storyboard aufgebaut?

Jedes Bildfeld enthält die Skizze der Einstellung plus Notizen: Szenennummer, Einstellungsgröße, Aktion, Ton (Dialog oder Musik) und Kamerabewegung. Alle Frames sind einheitlich aufgebaut.

Wie viele Bilder braucht ein Storyboard?

So viele, wie dein Film Einstellungen hat – pro Schnitt ein Frame. Üblich sind 3 bis 6 Kästchen pro Seite. Ein kurzer Clip kommt oft mit 6 bis 12 Frames aus.

Kann man ein Storyboard mit KI erstellen?

Ja. Mit Tools wie Scriptly beschreibst du eine Szene im Chat, und die KI erzeugt das passende Bild – und daraus sogar einen kurzen Videoclip, ohne Zeichnen oder Schnittprogramm.

Was ist der Unterschied zwischen Skript und Storyboard?

Das Skript beschreibt Handlung und Dialog in Textform, das Storyboard zeigt dieselbe Geschichte in Bildern. Das Skript entsteht zuerst, das Storyboard visualisiert es anschließend.

Bereit für deinen Film?

Verwandle ein paar Fotos in konsistente Charaktere und einen Chat in einen fertigen Kurzfilm — Storyboards, Voiceover, Musik.

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