Scriptly.

Was ist eine Synopsis beim Film? Aufbau & Beispiel

Sep 27, 2026

Was ist eine Synopsis beim Film – kurz erklärt

Was ist eine Synopsis beim Film? Kurz gesagt: die kompakte, erzählende Zusammenfassung deiner Geschichte, von der ersten bis zur letzten Szene. Sie steht ganz am Anfang der Filmentwicklung und beantwortet in wenigen Absätzen die entscheidende Frage – was passiert eigentlich, und warum sollte es jemanden interessieren?

Die Synopsis ist kein Werbetext und kein Teaser. Sie ist ein Arbeitsdokument. Produzenten, Redaktionen, Förderjurys und Festivals lesen sie, um in wenigen Minuten zu entscheiden, ob dein Stoff Potenzial hat. Deshalb verrät eine gute Synopsis auch das Ende – anders als ein Klappentext, der neugierig machen soll.

Sie beschreibt Figuren, den roten Faden und den Ausgang der Handlung so klar, dass man den Film beim Lesen vor Augen hat, ohne das Drehbuch zu kennen.

Wofür du eine Synopsis brauchst

Eine Synopsis ist der Türöffner deines Projekts. Bevor jemand 90 Seiten Drehbuch liest, will er wissen, worum es geht. Genau das leistet dieses Dokument.

Typische Einsatzorte:

  • Pitch und Bewerbung: Du stellst deine Idee einem Produzenten oder einer Redaktion vor.
  • Förderanträge: Filmförderungen verlangen fast immer eine Synopsis als Teil der Unterlagen.
  • Festivals und Presse: Programmhefte und Pressemappen nutzen kurze Fassungen deiner Synopsis.
  • Eigene Klarheit: Wer seine Geschichte auf eine Seite bringt, merkt schnell, ob der Plot trägt oder Lücken hat.

Gerade der letzte Punkt wird unterschätzt. Wenn du deine Story nicht in einem Absatz erzählen kannst, ist meist die Struktur das Problem – nicht die Kürze.

Synopsis schreiben: der Aufbau Schritt für Schritt

Beim Synopsis schreiben für den Film folgst du dem Verlauf deiner Geschichte, nicht einer starren Formel. Trotzdem hat sich ein Aufbau bewährt, der die dramaturgischen Wendepunkte abbildet.

  • Ausgangslage: Wer ist die Hauptfigur, in welcher Welt lebt sie, was ist ihr normaler Alltag?
  • Auslösendes Ereignis: Was bringt diese Welt ins Wanken und setzt die Handlung in Gang?
  • Konflikt und Steigerung: Welches Ziel verfolgt die Figur, welche Hindernisse und Gegenspieler stellen sich ihr in den Weg?
  • Wendepunkt: Der Moment, an dem alles auf dem Spiel steht.
  • Auflösung: Wie endet die Geschichte – und wie verändert sich die Figur dabei?

Dieser Bogen entspricht der klassischen 3-Akt-Struktur. Wenn du die Wendepunkte deiner Geschichte kennst, schreibt sich die Synopsis fast von selbst. Auch die Stufen der Heldenreise helfen, den Verlauf sauber zu gliedern.

Schreib immer im Präsens und in der dritten Person: "Anna entdeckt den Brief", nicht "Anna entdeckte". Nenne jede Figur bei ihrer ersten Erwähnung mit vollem Namen und einem knappen Profil, etwa "ANNA RIEDEL (38), Ärztin und alleinerziehende Mutter".

Synopsis Aufbau: ein konkretes Beispiel

So sieht ein Synopsis-Aufbau als Beispiel für einen Kurzfilm aus – bewusst kompakt gehalten:

"MAREN LOHSE (29), Nachtschichtpflegerin in einer leeren Klinik, hat sich längst mit der Stille abgefunden. Als sie in einem verlassenen Zimmer ein Tonbandgerät findet, das ihre eigene Stimme aufnimmt – Sätze, die sie nie gesagt hat –, beginnt sie, dem Gerät zu folgen. Die Aufnahmen führen sie zu einer Patientin, die vor Jahren in derselben Nacht verschwand. Maren erkennt, dass die Klinik eine Erinnerung wiederholt, die niemand abschließen konnte. Um sich zu befreien, muss sie das letzte Band selbst besprechen – und akzeptieren, dass sie nie hätte gehen dürfen, ohne sich zu verabschieden."

Daran siehst du das Prinzip: eine klare Figur, ein auslösendes Ereignis, eine Steigerung, ein Wendepunkt und ein Ende, das nicht verschwiegen wird. Keine Dialoge, keine Kameraanweisungen, keine Wertungen wie "spannend" oder "berührend".

Filmsynopsis Länge: wie kurz ist richtig?

Die richtige Filmsynopsis-Länge hängt davon ab, wofür du sie brauchst. Es gibt nicht die eine Vorgabe, sondern Formate für unterschiedliche Zwecke.

  • Kurzsynopsis: drei bis fünf Sätze, ideal für Datenbanken, Programmhefte und einen ersten Überblick.
  • Standard-Synopsis: eine halbe bis eine Seite, der häufigste Fall für Pitches und Bewerbungen.
  • Long Synopsis: zwei bis drei Seiten, verlangt von Redaktionen und bei Festivalanmeldungen.

Als Faustregel gilt: so kurz wie möglich, so lang wie nötig. Eine gute Synopsis versteht man in einem einzigen Lesedurchgang. Sobald du Nebenhandlungen, Rückblenden und jede kleine Figur unterbringen willst, verlierst du die Wirkung. Konzentrier dich auf den Hauptstrang.

Unterschied Synopsis, Exposé und Treatment

Der Unterschied zwischen Synopsis und Exposé sorgt oft für Verwirrung, weil beide früh in der Entwicklung stehen. Sie unterscheiden sich in Umfang und Tiefe.

  • Logline: ein bis zwei Sätze, die den Kern des Films fassen. Mehr dazu im Guide Was ist eine Logline.
  • Synopsis: der kompakte Handlungsüberblick auf einer halben bis wenigen Seiten – Figuren, Verlauf, Ende.
  • Exposé: geht über die reine Handlung hinaus und erklärt Thema, Ton, Figurenkonstellation und manchmal die Motivation hinter dem Projekt. Es ist ausführlicher und argumentativer als eine Synopsis.
  • Treatment: die szenische Ausarbeitung, oft mehrere bis dutzende Seiten lang, quasi das Drehbuch in Prosaform.

Merksatz: Die Logline verkauft die Idee, die Synopsis erzählt die Handlung, das Exposé begründet das Projekt, das Treatment zeigt den Film in Szenen. Wenn deine nächste Etappe das Drehbuch selbst ist, hilft dir der Guide zum KI Film Drehbuch schreiben weiter.

Häufige Fehler beim Synopsis schreiben

Ein paar Stolperfallen tauchen immer wieder auf – und sind leicht zu vermeiden.

  • Das Ende verschweigen: Eine Synopsis ist kein Trailer. Fachleute wollen den kompletten Verlauf kennen.
  • Zu viele Figuren: Nenne nur die Charaktere, ohne die man die Handlung nicht versteht.
  • Werten statt erzählen: Adjektive wie "packend" oder "emotional" gehören nicht hinein. Zeig die Wirkung durch die Handlung.
  • Dialoge und Kameraanweisungen: Beides gehört ins Drehbuch, nicht in die Synopsis.
  • Vergangenheitsform: Bleib konsequent im Präsens.

Wenn deine Synopsis steht, ist der nächste logische Schritt oft die Visualisierung. Bevor du drehst, hilft es, den Ablauf in einem Storyboard durchzuspielen.

Von der Synopsis zum fertigen Film mit Scriptly

Eine Synopsis ist der erste Schritt. Der spannendere Teil kommt danach: die Geschichte tatsächlich zum Leben zu erwecken. Genau hier setzt Scriptly an.

Mit Scriptly entwickelst du deinen Film im Chat mit einem KI-Regisseur – ganz ohne Erfahrung im Filmschnitt. Du beschreibst deine Figuren, planst deine Szenen als Storyboard, generierst kurze Videoclips pro Szene und renderst am Ende einen kompletten Film mit Voiceover, wortsynchronen Untertiteln und Musik. Deine Synopsis liefert dabei die Vorlage: Figuren, Verlauf und Ende sind schon geklärt.

So wird aus der Zusammenfassung auf dem Papier ein Film, den du teilen kannst. Probier Scriptly aus und verwandle deine Synopsis in einen echten Kurzfilm.

FAQ

Was ist eine Synopsis beim Film in einem Satz?

Eine Synopsis ist die kompakte, erzählende Zusammenfassung der gesamten Filmhandlung – von Figuren über den Verlauf bis zum Ende, geschrieben im Präsens und ohne Wertungen.

Wie lang sollte eine Filmsynopsis sein?

Das hängt vom Zweck ab: Eine Kurzsynopsis umfasst drei bis fünf Sätze, die Standardfassung eine halbe bis eine Seite, eine Long Synopsis zwei bis drei Seiten für Festivals und Redaktionen.

Was ist der Unterschied zwischen Synopsis und Exposé?

Die Synopsis fasst nur die Handlung zusammen. Das Exposé ist ausführlicher und erklärt zusätzlich Thema, Ton, Figurenkonstellation und die Idee hinter dem Projekt.

Soll man in der Synopsis das Ende verraten?

Ja. Eine Synopsis ist ein Arbeitsdokument für Fachleute, kein Teaser. Sie beschreibt den vollständigen Verlauf inklusive Auflösung, damit man das Projekt beurteilen kann.

In welcher Zeitform schreibt man eine Synopsis?

Immer im Präsens und in der dritten Person, zum Beispiel 'Anna entdeckt den Brief'. Dialoge und Kameraanweisungen gehören nicht hinein.

Was kommt nach der Synopsis?

Meist folgen Exposé oder Treatment und dann das Drehbuch. Danach kannst du die Geschichte visualisieren – etwa als Storyboard oder direkt als Kurzfilm mit Scriptly.

Bereit für deinen Film?

Verwandle ein paar Fotos in konsistente Charaktere und einen Chat in einen fertigen Kurzfilm — Storyboards, Voiceover, Musik.

Dreh deinen ersten Film — kostenlos