Was gehört in ein Storyboard? Alle Bestandteile
Du hast eine Idee im Kopf, aber vor dir liegt ein leeres Raster mit Kästchen – und jetzt? Die Frage "Was gehört in ein Storyboard" entscheidet darüber, ob dein Plan im Team verständlich ankommt oder nur in deinem Kopf existiert. Ein gutes Storyboard ist kein Kunstwerk, sondern eine Bauanleitung für deinen Film: Jeder Frame sagt, was zu sehen und zu hören ist.
In diesem Guide gehen wir alle Bestandteile durch, die in ein Storyboard gehören – von der Skizze bis zur Tonspur. Danach weißt du genau, was in jedes Feld muss und was du getrost weglassen kannst.
Was gehört in ein Storyboard: die Kurzantwort
Ein Storyboard besteht aus einer Reihe von Frames, und in jedes Frame gehören dieselben Kernangaben: das Bild der Szene, eine kurze Handlungsbeschreibung, die Kameraangabe, der Ton und eine Nummer. Alles andere ist Zugabe.
Bevor wir ins Detail gehen, hier der Unterschied zum Drehbuch: Das Drehbuch beschreibt in Text, was passiert. Das Storyboard zeigt in Bildern, wie es aussieht. Wenn dir der Unterschied noch unklar ist, hilft unser Vergleich Storyboard vs. Drehbuch weiter. Und falls du ganz am Anfang stehst: Was ist ein Storyboard? klärt die Grundlagen.
Die Bestandteile im Überblick
Diese Elemente hat ein Storyboard – Frame für Frame:
- Bildfeld (Frame): die Skizze oder das Foto der Szene mit Figuren, Objekten und Hintergrund
- Szenen- und Frame-Nummer: damit jeder im Team dieselbe Einstellung meint
- Handlungsbeschreibung: was in dieser Einstellung passiert, kurz und konkret
- Kameraangabe: Einstellungsgröße, Perspektive und Bewegung
- Dialog und Ton: Text, Voiceover, Musik und Geräusche
- Timing: die geplante Dauer der Einstellung
- Bewegungspfeile: Pfeile für Kamera- oder Figurenbewegung direkt im Bild
Die ersten fünf Punkte sind Pflicht. Timing und Pfeile machen aus einem guten Storyboard ein professionelles – dazu gleich mehr.
Das Bildfeld: die visuellen Elemente
Das Herzstück jedes Frames ist das Bild. Hier zeichnest oder platzierst du, was der Zuschauer sieht: Charaktere, wichtige Requisiten, den Hintergrund und die grobe Bildkomposition. Es muss nicht schön sein – Strichmännchen reichen völlig, solange Position und Blickrichtung stimmen.
Achte auf die Anordnung im Bild: Wo steht die Figur, was ist im Vorder-, was im Hintergrund? Genau diese Komposition entscheidet später über die Wirkung. Wenn dir das Zeichnen schwerfällt, findest du in Storyboard zeichnen lernen praktische Einsteiger-Tipps – oder du nutzt fertige Bilder statt Skizzen.
Kameraangaben: Einstellungsgröße, Perspektive, Bewegung
Ohne Kameraangaben ist ein Frame nur ein Standbild. Deshalb gehört zu jedem Bildfeld eine klare Notiz zur Kamera:
- Einstellungsgröße: Totale, Halbtotale, Nah oder Detail – sie bestimmt, wie viel man sieht. Die volle Übersicht liefert unser Guide zu den Einstellungsgrößen im Film.
- Perspektive: Augenhöhe, Frosch- oder Vogelperspektive
- Bewegung: Schwenk, Fahrt, Zoom oder feste Kamera – am besten mit Pfeilen im Bild markiert
Diese Angaben sind die Brücke zwischen deiner Idee und der Umsetzung am Set oder im KI-Generator. Wer die Grammatik der Kamera versteht, plant deutlich präziser – ein guter Startpunkt ist der Artikel zur Einstellungsgröße bei Wikipedia.
Ton, Dialog und Timing
Film ist zur Hälfte Ton – trotzdem wird er in Storyboards oft vergessen. In das Feld unter oder neben dem Bild gehören deshalb alle akustischen Angaben: gesprochener Dialog, Voiceover, Musikstimmung sowie Geräusche und Soundeffekte.
Dazu kommt das Timing. Notiere die geplante Dauer jeder Einstellung in Sekunden. Das hilft dir, die Gesamtlänge im Blick zu behalten und Szenen sinnvoll zu takten. Wer noch einen Schritt weiter plant, ergänzt eine Shot List – die technische Liste aller Einstellungen als Ergänzung zum Storyboard.
Nummerierung und Notizen: die Struktur
Damit dein Storyboard im Team funktioniert, braucht jeder Frame eine eindeutige Kennung. Nummeriere Szenen und Einstellungen durchgehend (zum Beispiel Szene 2, Einstellung 3). So kann jeder auf denselben Moment zeigen, ohne "das Bild mit dem Auto" sagen zu müssen.
Daneben ist Platz für Regieanweisungen und Notizen: besondere Effekte, Lichtstimmung, Übergänge zur nächsten Szene. Halte diese knapp. Das Storyboard soll auf einen Blick lesbar bleiben, nicht zum Roman werden. Mehr zum sauberen Aufbau erfährst du in Wie macht man ein Storyboard.
Was NICHT ins Storyboard gehört
Genauso wichtig wie der Inhalt ist das Weglassen. Kein kompletter Drehbuchtext, keine ausformulierten Absätze, keine Details, die die Lesbarkeit killen. Ein Storyboard ist eine Landkarte, kein Reisebericht.
Auch perfekte Zeichnungen gehören nicht dazu. Der Zweck ist Kommunikation, nicht Ästhetik. Die historische Herkunft der Methode – ursprünglich in den Disney-Studios entwickelt – kannst du bei Wikipedia zum Storyboard nachlesen.
Storyboard und KI: vom Plan zum fertigen Clip
Sobald du weißt, was in dein Storyboard gehört, wird die Umsetzung erstaunlich einfach – besonders mit KI. In Scriptly beschreibst du deine Szenen im Chat, legst Charaktere und Orte konsistent fest und planst dein Storyboard Szene für Szene. Aus jedem Frame wird dann direkt ein kurzer Videoclip mit Voiceover, Untertiteln und Musik.
Das Praktische: Deine Storyboard-Angaben – Einstellungsgröße, Handlung, Ton – sind genau das, was ein KI-Director braucht, um saubere Ergebnisse zu liefern. Dein Plan ist also nicht nur Vorbereitung, sondern schon die halbe Produktion.
Bereit, dein Storyboard zum Leben zu erwecken? Starte deinen ersten KI-Kurzfilm mit Scriptly – vom ersten Frame bis zum fertigen Film, ganz per Chat.
Fazit
Was gehört in ein Storyboard? Bild, Handlungsbeschreibung, Kameraangabe, Ton und eine Nummer – das ist das Gerüst. Timing, Bewegungspfeile und knappe Notizen machen daraus ein Werkzeug, mit dem dein ganzes Team (oder dein KI-Generator) sofort weiß, was zu tun ist. Fang mit den Pflichtfeldern an, ergänze den Rest nach Bedarf, und halte alles kurz genug, um es auf einen Blick zu erfassen.
FAQ
Was gehört mindestens in ein Storyboard?
Die Pflichtfelder sind: ein Bild der Szene, eine kurze Handlungsbeschreibung, die Kameraangabe (Einstellungsgröße und Bewegung), Ton oder Dialog sowie eine Szenen- und Frame-Nummer. Damit ist jeder Frame vollständig lesbar.
Welche Elemente hat ein Storyboard?
Ein Storyboard hat pro Frame ein Bildfeld, eine Nummerierung, eine Handlungsbeschreibung, Kameraangaben, Ton- und Dialoghinweise sowie oft Timing und Bewegungspfeile. Diese Bestandteile wiederholen sich in jedem einzelnen Feld.
Wie ist ein Storyboard aufgebaut?
Ein Storyboard ist als Raster aus Frames aufgebaut, die nacheinander gelesen werden. In jedem Kästchen sitzt das Bild, darunter oder daneben stehen Beschreibung, Kamera und Ton. So entsteht der Ablauf des Films von links nach rechts.
Muss man Kameraangaben ins Storyboard schreiben?
Ja. Ohne Einstellungsgröße, Perspektive und Bewegung bleibt ein Frame ein Standbild. Die Kameraangaben verwandeln das Bild in eine echte Einstellung und sind die Brücke zur Umsetzung am Set oder im KI-Generator.
Was gehört NICHT in ein Storyboard?
Kein kompletter Drehbuchtext, keine langen Absätze und keine perfekten Zeichnungen. Ein Storyboard soll auf einen Blick lesbar sein. Details gehören ins Drehbuch oder in eine separate Shot List, nicht ins Bildfeld.
Braucht man für ein Storyboard Zeichentalent?
Nein. Strichmännchen reichen völlig, solange Position, Blickrichtung und Bildkomposition erkennbar sind. Der Zweck ist Kommunikation, nicht Kunst – oder du nutzt Fotos und KI-Bilder statt Skizzen.