Wie viele Bilder hat ein Storyboard? Richtwerte
Die kurze Antwort vorweg
Wie viele Bilder hat ein Storyboard? So viele, wie dein Video Einstellungen hat – kein Panel weniger, kein Panel mehr. Es gibt keine feste Zahl und keine Norm, die du erfüllen musst. Ein Storyboard hält die wichtigsten Momente fest, nicht jede Sekunde.
Als grober Startpunkt: Ein 30-Sekunden-Reel kommt oft mit 6 bis 10 Panels aus, ein 90-Sekunden-Imagefilm mit 15 bis 25. Aber diese Zahlen sind Orientierung, kein Gesetz. Der Umfang richtet sich nach deiner Geschichte – wie viele Schnitte, Ortswechsel und Kamerabewegungen sie braucht.
Die Faustregel: ein neues Bild pro Einstellung
Die einfachste Regel für die Anzahl der Bilder im Storyboard lautet: Zeichne immer dann ein neues Panel, wenn sich etwas Sichtbares ändert. Konkret heißt das ein neues Bild, sobald sich einer dieser drei Punkte ändert:
- Der Bildausschnitt – also die Einstellungsgröße, etwa von der Totale zur Nahaufnahme
- Der Ort oder das Motiv – ein Szenenwechsel
- Die Kamerabewegung – ein Schwenk, eine Fahrt oder ein Zoom
Bleibt dagegen dieselbe Einstellung acht Sekunden lang stehen, ist das trotzdem nur ein Panel. Du zeichnest kein Bild pro Sekunde, sondern eines pro Idee. Wenn dir die verschiedenen Einstellungsgrößen im Film vertraut sind, fällt dir diese Einteilung fast automatisch.
Richtwerte nach Videolänge
Damit du nicht bei null anfängst, hier grobe Spannen für die Frage, wie viele Frames ein Storyboard braucht. Sieh sie als Startpunkt, den du nach oben oder unten anpasst:
- 15-Sekunden-Clip (TikTok, Ad): 4 bis 8 Panels
- 30-Sekunden-Reel: 6 bis 10 Panels
- 60 bis 90 Sekunden (Imagefilm, Erklärvideo): 15 bis 25 Panels
- Musikvideo (3 bis 4 Minuten): 30 bis 60 Panels, je nach Schnittfrequenz
- Kurzfilm (5 bis 10 Minuten): 60 bis 150+ Panels
Schnelle, schnittintensive Formate brauchen mehr Bilder pro Minute, ruhige und dialoglastige Szenen deutlich weniger. Ein Musikvideo mit Schnitt auf jeden Beat sprengt jede Faustregel – hier zählst du eher die Schnitte als die Sekunden.
Warum es keine feste Anzahl gibt
Ein Storyboard ist ein Werkzeug, keine Prüfungsaufgabe. Sein einziger Zweck: dein Team – oder du selbst später am Schnittplatz – soll den Film verstehen, bevor er entsteht. Reichen dafür acht klare Skizzen, sind acht genug.
Deshalb kannst du auch mehrere Szenen zu einem Panel zusammenfassen oder eine einzige komplexe Szene auf mehrere Bilder aufteilen. Bei einer langsamen Kamerafahrt lohnt sich oft ein Anfangs- und ein Endbild plus ein Pfeil dazwischen. Wie du solche Bewegungen sauber markierst, zeigt der Guide zu Storyboard-Symbolen und -Pfeilen. Qualität schlägt Quantität: Lieber wenige aussagekräftige Panels als 40 Kästchen, die niemand liest.
Wie viele Szenen kommen ins Storyboard?
Die Frage "wie viele Szenen im Storyboard" beantwortest du am besten über dein Drehbuch oder Skript. Jede Szene ist eine Einheit in Zeit und Ort – ein Gespräch in der Küche, eine Verfolgung auf der Straße. Pro Szene brauchst du mindestens ein Panel, meist aber mehrere, weil eine Szene aus mehreren Einstellungen besteht.
Ein praktischer Weg: Geh dein Skript durch und markiere jeden Schnitt. Aus dieser Liste – der Shot List – ergibt sich die Panelzahl fast von selbst. Ein Panel pro geplantem Shot, und du hast deinen Umfang. Woraus jedes einzelne Bild bestehen sollte, klärt der Überblick, was in ein Storyboard gehört.
So legst du den Umfang in fünf Minuten fest
Du musst den Storyboard-Umfang nicht raten. Geh so vor:
- Schätze die Endlänge deines Videos in Sekunden.
- Überschlage die durchschnittliche Einstellungsdauer – bei schnellen Clips 2 bis 4 Sekunden, bei ruhigen 6 bis 10.
- Teile die Länge durch die Einstellungsdauer. Ein 60-Sekunden-Video mit 4-Sekunden-Schnitten ergibt rund 15 Panels.
- Rechne einen kleinen Puffer für Detailaufnahmen und Übergänge dazu.
Damit hast du eine belastbare Zahl, bevor du das erste Bild zeichnest. Feinschliff kommt später – Panels lassen sich jederzeit teilen oder streichen.
Schneller planen mit KI
Die Panelzahl per Hand auszurechnen ist machbar, aber mühsam – vor allem, wenn du die Struktur noch mehrmals umwirfst. Genau hier hilft ein KI-gestützter Ansatz. Mit Scriptly beschreibst du deine Idee im Chat, und die KI plant die Szenen Schritt für Schritt durch: Sie schlägt eine sinnvolle Szenenaufteilung vor und du siehst sofort, wie viele Einstellungen dein Film ungefähr braucht.
Der Vorteil: Aus dem Storyboard entsteht direkt der Film. Du gestaltest Figuren und Orte, planst die Szenen und lässt pro Szene kurze Videoclips generieren – inklusive Voiceover, Untertiteln und Musik. Die Frage nach der richtigen Panelzahl beantwortet sich dabei fast von selbst, weil jede Szene eine sichtbare Einheit wird.
Wer lieber klassisch startet, findet in den Storyboard-Beispielen fertige Muster als Referenz für den eigenen Umfang.
Fazit
Es gibt keine Zauberzahl. Ein Storyboard hat so viele Bilder, wie dein Video Einstellungen hat – ein Panel pro Schnitt, Ortswechsel oder Kamerabewegung. Nutze die Richtwerte nach Länge als Startpunkt und passe sie an deine Geschichte an. Wichtiger als die Menge ist, dass jedes Bild eine klare Idee transportiert.
Willst du dir das Rechnen sparen und dein Storyboard gleich zum fertigen Film machen? Starte deinen ersten KI-Kurzfilm mit Scriptly und plane Szenen, Panels und Clips in einem einzigen Chat.
FAQ
Wie viele Bilder hat ein Storyboard?
So viele, wie dein Video Einstellungen hat. Es gibt keine feste Zahl. Als Richtwert: ein 30-Sekunden-Reel braucht meist 6 bis 10 Panels, ein 90-Sekunden-Film 15 bis 25.
Gibt es eine feste Anzahl von Panels?
Nein. Ein Storyboard ist ein Planungswerkzeug ohne Norm. Du zeichnest ein Panel pro wichtiger Einstellung, nicht pro Sekunde. Entscheidend ist, dass dein Team den Film versteht.
Wie viele Frames hat ein Storyboard pro Minute?
Das hängt von der Schnittfrequenz ab. Schnelle Clips mit 3-Sekunden-Schnitten kommen auf rund 20 Panels pro Minute, ruhige Szenen auf 6 bis 10. Teile die Länge durch die Einstellungsdauer.
Brauche ich ein Bild pro Szene oder pro Einstellung?
Mindestens ein Bild pro Szene, in der Regel aber mehrere, weil eine Szene aus mehreren Einstellungen besteht. Zeichne ein neues Panel bei jedem Schnitt, Ortswechsel oder jeder Kamerabewegung.
Wie bestimme ich den Umfang meines Storyboards?
Schätze die Videolänge, überschlage die durchschnittliche Einstellungsdauer und teile die Länge dadurch. Ein 60-Sekunden-Video mit 4-Sekunden-Schnitten ergibt etwa 15 Panels.
Kann ich mehrere Szenen in einem Bild zusammenfassen?
Ja. Du kannst Szenen zusammenfassen oder eine komplexe Einstellung auf mehrere Bilder aufteilen. Bei Kamerafahrten helfen ein Anfangs- und ein Endbild mit einem Pfeil dazwischen.